
Ende 2025 kamen 12 Tiere dieser besonderen Fischart aus dem Zoo Köln nach Rostock. Sie leben im Aquarium, dort im neuem Madagaskar-Becken. In diesem Becken werden bedrohte Tierarten gezeigt. Im Rostocker Zoo ist es die erste Haltung dieser Art.
Diese Fischart ist in der Roten Liste seit 2016 als stark gefährdet (ENDANGERED) eingestuft.
Das kleine Verbreitungsgebiet von etwa 3500 km² beschränkt sich auf das nordwestliche Madagaskar vom Fluss Sambirano (davon leitet sich auch der Name ab) im Süden bis zum Fluss Mananjeba im Norden, sowie in den Kraterseen auf der Insel Nosy Be, was ihm den zweiten Namen Nosy Be Buntbarsch eingebracht hat.
Die Grundfärbung des Sambirano-Buntbarschs ist bläulich oder golden, oft auch silbrig, vor allem bei Jungfischen. Die meisten Rumpfschuppen weisen einen goldfarbenen oder silbrig schimmernden Rand auf. Auf den Körperseiten zeigen die Fische in der Regel eine Reihe von fünf oder sechs Flecken oder Streifen. Beide Geschlechter färben sich in der Balzzeit dunkel.
Die Fortpflanzungszeit reicht von Oktober bis Dezember, wenn der Wasserstand relativ niedrig ist. Es werden 100 – 250 Eier auf dem Bodensubstrat abgelaicht. Beide Elternteile betreiben Brutpflege und bewachen die Eier. Nach dem Schlupf, der nach 8 bis 10 Tagen erfolgt, werden die Jungfische relativ lange beschützt.
Die Gesamtlänge kann bis zu 25 cm betragen. Über die Lebenserwartung liegen keine Zahlen vor.
Der Madagaskar- Buntbarsch lebt in kleinen Schwärmen und seine Nahrung besteht aus Krebstieren, Insekten und anderen Wirbellosen, sowie aus Wasserpflanzen und Algen.
In Europa gibt es nur vier zoologische Haltungen, davon sind zwei in Deutschland, Köln und Rostock. Ziel sind 16 Halter in Europa.
Die Art wurde 1868 vom niederländischen Arzt und Ichthyologen Pieter BLEEKER beschrieben. Die heute gültige Gattungsbezeichnung Ptychochromis wurde 1880 von dem österreichischen Zoologen und Ichthyologen Franz Steindachner eingeführt.
Schon gewusst?
Ein Grund für den Rückgang dieser Fischart ist die Nutzung als Speisefisch und unter anderem die Rodung der Waldflächen auf Madagaskar. Nur noch 10 % der früheren Waldflächen sind vorhanden, das führt zu starker Bodenerosion und dadurch den Eintrag von Schwebstoffen in den Flüssen, die sich auf das Habitat der Fische auswirken.
Alle Fotos Rostocker Zooverein: Matthias Drübbisch





